- Wer bist du und was machst du? Ich bin Florian Weissensteiner und bin 24 Jahre alt. Derzeit betreibe ich gemeinsam mit meinen Eltern den Veitlbauer Genussmosthof, einen Obstbau und Veredelungsbetrieb. Seit 2009 haben wir uns auf den Anbau von Obst und die Weiterverarbeitung zu Apfelwein, Apfelschaumwein, Fruchtsäften, Cider, Brände und die Vermarktung von Speiseobst aus eigenem Anbau fokussiert. Die Wintermonate habe ich die letzten drei Jahre immer auswärts verbracht und im Tiroler Oberland als Kellner in der Gastronomie gearbeitet. Diverse Aus- und Weiterbildungen sowie renommierte Praktikumsbetriebe in der Vergangenheit haben mich dorthin gebracht, wo ich heute stehe.
- Woher kommst du? Ich komme aus der Gemeinde St. Gallen, ganz am östlichsten Ende des Bezirkes Liezen, an der Grenze zu Oberösterreich.
- Wie bist du dort hingekommen, wo du heute stehst? Den Grundstein für den derzeitigen Erfolg haben sicher ein Stück weit meine Eltern gelegt. Früher wurden wir als Kinder nie dazu gezwungen in der Landwirtschaft mitzuhelfen, dennoch steckte die Begeisterung meiner Eltern an. So motivierten sie auch mich, so oft wie möglich mit anzupacken. Mit 14 Jahren ging es dann in die HTBLA Hallstatt, wo ich den Zweig „Möbelbau und Innenarchitektur“ absolvierte. Das stetige Wachstum des elterlichen Betriebs und die Liebe zur Landwirtschaft brachten mich dann zur Betriebsleiterausbildung für Obstbau und Obstverarbeitung nach Silberberg, Leibnitz. Nach dem Aneignen fundierten Fachwissens prägten mich zwei sehr erfolgreiche Praktikumsbetriebe in meiner Laufbahn, zum einen Brunner Most in Ilz, und zum anderen das Weingut Leo Hillinger. In den Wintermonaten, wo es derzeit noch möglich ist, sich etwas mehr Zeit zu nehmen, ruhe ich mich nicht aus, sondern arbeite auswärts oder nutze bei Auslandsaufenthalten die Chance andere Länder und Betriebe kennenzulernen. Kommenden Winter geht es wahrscheinlich für 6 Monate nach Australien.
- Wie war es für dich, in der Region Liezen aufzuwachsen? Grundsätzlich haben wir in der Region einiges zu bieten, dennoch ist es für mich wichtig, sich den Nachteilen bewusst zu sein und damit umgehen zu lernen. Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass wir in einem sehr peripheren Gebiet leben, und die Möglichkeiten bezüglich der Berufswahl und der Freizeitmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, besonders in jungen Jahren. Umso wichtiger ist es, einmal über den Tellerrand zu blicken und die Region für gewisse Zeit auch einmal zu verlassen. Dabei lernt man viele Dinge zu schätzen und kehrt im besten Fall auch wieder zurück.
- Was ist die schönste Erinnerung an deine Jugend? Generell ist es sicher die Entwicklung des elterlichen Betriebes in den letzten zehn Jahren, bei der ich von meinen Eltern stets stark eingebunden wurde.
- Welche Tipps hast du für Jugendliche? In Zeiten von Social Media ist es leider das Problem, dass auf Instagram und Co. sehr oft nicht das wahre Leben dargestellt wird. Darum mein Appell, glaubt nicht alles, was dir Influencer hinter dem Bildschirm sagen und bilde dir ein eigenes Bild vom Leben. Außerdem ist es wichtig fleißig zu sein und für seine Ziele zu arbeiten, weil von nichts kommt nichts!
- Was sollte man in der Region Liezen als junge Person unbedingt gemacht haben? Sicher einen unserer zahlreichen Berggipfel zu erklimmen, denn der Ausblick ins Tal ist meistens unbezahlbar.
Persönliche & berufliche Zukunft
Quelle: Österreichische Jugendinfos (Hg). 2022. Wie geht es dir? Skills für Kopf & Körper.
Geprüfte Infos für junge Menschen. 1. Auflage, Wien: Eigenverlag.
Vielleicht denkst du gerade oft daran, wie es in deinem Leben weitergehen soll. Was du nach der Schule machen willst, wo du wohnen willst, ob du eine Lehre machen sollst, ob du studieren willst, was deine Interessen sind, wo deine Stärken liegen usw. Vielleicht gehen dir auch die anderen damit auf die Nerven, weil alle dich ständig danach fragen!
Das ist normal! Lass dir von niemandem etwas einreden, sondern finde selbst heraus, wie deine Zukunft aussehen soll! Diese Seite soll dich dabei unterstützen.
Berufliche Zukunft
Du bist noch total lost, wenn du daran denkst, was du mal werden willst?
Du weißt nicht, wie du dich entscheiden sollst, wenn du nicht mal alle Möglichkeiten kennst?
Hier gibt’s eine gute Zusammenfassung.
Persönliche Zukunft
Deine Werte: Werte sind zum Beispiel deine Ideale, Einstellungen und Charaktereigenschaften.
Sie zeigen sich in deinen Vorlieben, Verhaltensmustern und Abneigungen. Sie verändern sich im Laufe deines Lebens wahrscheinlich. Wenn du sie dir bewusst machst, kommst du der Antwort auf die Fragen Wer bin ich? Wer will ich sein? Was ist mir im Leben wichtig? einen Schritt näher.
Deine Träume für die Zukunft
Nimm ein Blatt Papier oder die Notizen-App auf deinem Handy und beantworte für dich diese Fragen:
- Welche Träume möchtest du dir erfüllen?
- Was sind deine Ziele und Wünsche?
- Wo siehst du dich selbst, wenn du erwachsen bist?
- Welches Emoji steht symbolisch für deine Erwartungen an die Zukunft?
Überlege nun, ob du auf dem für dich richtigen Weg bist oder ob du etwas ändern möchtest.

Role Models aus der Region
- Wer bist du und was machst du?
- Woher kommst du?
- Wie bist du dort hingekommen, wo du heute stehst?
- Wie war es für dich, in Liezen aufzuwachsen?
- Was ist die schönste Erinnerung an deine Jugend?
- Welche Tipps hast du für Jugendliche?
- Was sollte man in der Region Liezen als junge Person unbedingt gemacht haben?



- Wer bist du und was machst du? Ich bin Thomas Bamminger, 24 Jahre jung, und darf als Event- und Rezeptionsleitung viele Gäste im Natur- und Wellnesshotel Höflehner willkommen heißen.
- Woher kommst du? Mein Wohnort ist Liezen, besser gesagt im Reithtal auf einem Bauernhof.
- Wie bist du dort hingekommen, wo du heute stehst? Seit 10 Jahren darf ich im Tourismus arbeiten. Begonnen hat mein Werdegang als Lehrling im Eurothermenresort Hotel Paradiso in Bad Schallerbach, wo mir ein sehr solider Grundstock beigebracht wurde. 2016 konnte ich die Lehrlingsmeisterschaften für die Lehre HGA „Hotel und Gastgewerbeassistent“ für mich entscheiden. Danach leistete ich 9 Monate meinen Präsenzdienst beim Roten Kreuz in Liezen. Anschließend arbeitete ich im Tourismusverband Pyhrn-Priel, wo ich mich um Schulen, Kulinarik, Social Media und den Audi FIS Ski Weltcup in Hinterstoder kümmerte. Dort entdeckte ich meine Leidenschaft für große Veranstaltungen. Nach 2 ½ Jahren wechselte ich zum Biohotel Stanglwirt als Eventmitarbeiter. Im August 2021 begann für mich das Abenteuer „Stanglwirt“ in Going am Wilden Kaiser. Dort erlebte ich ein einzigartiges Hotel mit beeindruckenden Details und durfte sogar mit Stars bei geplanten Veranstaltungen arbeiten. Nach dieser Zeit rief mich das schöne Ennstal zurück. Ich begann in meinem jetzigen Arbeitsplatz im Veranstaltungsbereich, wo ich jährlich rund 20 Hochzeiten, Firmenfeiern, Seminare und Geburtstage ausrichten durfte. Heute arbeite ich mit einem Team von 11 Rezeptionisten/innen und einer weiteren Eventmitarbeiterin daran, alle Gästewünsche zu erfüllen.
- Wie war es für dich, in Liezen aufzuwachsen? In der Region Liezen aufzuwachsen war für mich schön. Ich hatte immer viel Spaß mit meiner Familie am Bauernhof, aber auch in der Schule konnte ich mich über viele Freunde freuen.
- Was ist die schönste Erinnerung an deine Jugend? Eine „schönste“ Erinnerung kann ich nicht benennen, da es so viele sind. Die ersten, die mir in den Kopf kommen, haben viel mit meiner Familie und meinen Freunden zu tun.
- Welche Tipps hast du für Jugendliche? Sich nicht untergraben zu lassen! Viele Eltern haben ein Idealbild, wie sich Kinder entwickeln sollen. Wenn ihr etwas machen wollt, was euch Spaß macht oder euch neue Energie gibt, weicht nicht davon ab. Hürden gehören zum Leben, und wenn ihr sie meistert, könnt ihr über die nächsten einfach drüberhüpfen. Und bitte: Seht eure Eltern nicht als Hürde! 😃
- Was sollte man in der Region Liezen als junge Person unbedingt gemacht haben? Geht auf Berge oder fahrt mit dem Auto auf eine Alm und schaut euch unser Tal von oben an. Mir persönlich gibt das unheimlich viel Kraft und Fröhlichkeit. Und nutzt jede Chance, die sich auftut, auch wenn sie nach hinten losgeht.



- Wer bist du und was machst du? Ich arbeite als Film- und Theaterschaffender. Bin, unter anderem, Spielleiter der Öblarner Festspiele und Dokumentarfilmer für das Bayerische Fernsehen, Sendereihe „Unter unserem Himmel“.
- Woher kommst du? Ursprünglich aus Haus im Ennstal, wohne aber seit etwa 7 Jahren in München.
- Wie bist du dort hingekommen, wo du heute stehst? Harte Arbeit, ständiges Verlassen von Comfort-Zonen, stetiges Annehmen großer Herausforderungen, Geduld, Zielstrebigkeit, Glück, Menschen, die mir etwas zugetraut haben – in der Gegend ist da wohl der Öblarner Festspielverein als erstes zu nennen – und dem Studium der Spielfilmregie an der HFF München.
- Wie war es für dich, in der Region Liezen aufzuwachsen? In vielerlei Hinsicht wahnsinnig schön und wertvoll. Ich bin heute noch, obwohl ich die meiste Zeit des Jahres in München verbringe, sehr verwurzelt mit dieser Gegend und den Menschen hier. Ich mag das Leben am Land, die Ruhe, die – verglichen zum Trubel der Großstadt – einfachen Strukturen und ich mag’s, dass man sich hier kennt und auf der Straße grüßt.
- Was ist die schönste Erinnerung an deine Jugend? Wenn Ende April der Frühling im Ennstal Einzug hielt und wir in der Jugendclique gemeinsam vom Bahnhof Haus mit dem Regionalzug zum Bahnhof Stainach fuhren, um über die Felder zum Irdninger Bierzelt zu gehen. Langsam wurden die Tage wieder länger, die Sonne ging hinterm Grimming unter und wir spazierten in unseren Trachtenoutfits über die Felder zum Bierzelt. Diese Momente voller Leichtigkeit und zugleich voller Aufregung vorm „Fuatgehn“ gehören wohl zu meinen liebsten Jugend-Erinnerungen.
- Welche Tipps hast du für Jugendliche? Wenn man sich, wie ich, dazu entschließt das Ennstal für eine berufliche Laufbahn in einer Großstadt zu verlassen, dann verlässt diese Gegend bitte ohne Groll. Wenn dies passiert, wird euch das Ennstal, wenn’s in der Großstadt mal zu anstrengend wird, jederzeit liebevoll und mit offenen Armen empfangen, erden und runterbringen. Man sollte gewissermaßen die Region Liezen im Herzen mittragen! Ich selbst würde es in der Großstadt nicht aushalten, wenn ich nicht wüsste, dass ich jederzeit „nach Hause“ (wie ich immer noch sage) fahren könnte. Und zugleich würde ich es im Bezirk Liezen nicht aushalten, wenn ich nicht wüsste, dass ich auch wieder nach München fahren kann! 😉 Ich liebe den Wechsel zwischen diesen beiden Welten – es ist ein großes Glück, wenn man diese Möglichkeit hat.
- Was sollte man in der Region Liezen als junge Person unbedingt gemacht haben?
- Mal mit dem Fahrrad von Mandling bis nach Trieben runterfahren und sich die Gegend anschauen. Und zwar nicht nur mit den Augen, auch mit dem Herzen!
- Mit den Freunden vom Bahnhof Stainach über die Felder nach Irdning zum Bierzelt gehen.
- Damit angeben, dass man aus dem Bezirk Liezen kommt, wenn man mal außerhalb des Bezirkes mit jemanden im Gespräch ist. 😉


Schritt für Schritt zum Traumjob
Erfolgreich durch den Bewerbungsprozess: Ein gelungener Start ins Berufsleben
Mit dieser Anleitung möchten wir dir dabei helfen, den gesamten Bewerbungsprozess erfolgreich zu durchlaufen und voller Selbstvertrauen in die neue Herausforderung zu starten.
Bevor du dich bewirbst, ist es wichtig, die eigenen Interessen und Fähigkeiten zu identifizieren. Es gibt Interessenstests, die dabei helfen Stärken zu erkennen und dem Traumjob somit einen Schritt näher zu kommen.
Stell dir Fragen, die deinen Interessen auf den Grund gehen. Wo liegen meine Stärken? Wofür interessiere ich mich? Gibt es Jobs, die ich auf keinen Fall machen will? Wenn ja, warum?
Hier kannst du dich online durchklicken:
- Berufswahltest: https://www.einstieg.com/kein-plan/berufswahltest.html
- Berufe von A bis Z: https://www.bic.at/berufe_von_a_bis_z.php
Diese Veranstaltungen könntest du besuchen:
- Buk.li: https://www.buk.li/
- Steirische BBO-Woche: https://www.bbo-woche.at/
Diese Institution eignet sich für das Sammeln von Informationen:
- BerufsInfoZentrum (BIZ) Liezen
Ein überzeugender Lebenslauf und ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben sind entscheidend für den Erfolg einer Bewerbung. Erkundige dich am besten bei dem Unternehmen deiner Wahl, ob ein Motivationsschreiben oder sogar eine Bewerbungsmappe erforderlich und erwünscht sind.
Ein zugkräftiges Bewerbungsschreiben sollte auf die Stelle und das Unternehmen zugeschnitten sein, deine persönlichen Erfahrungen und Erfolge hervorheben und mit einem starken Schlusswort enden. Der Lebenslauf sollte klar strukturiert sein, Informationen über deine Ausbildung und Berufserfahrung enthalten, persönliche Erfolge oder Abschlüsse hervorheben und auf die Anforderungen der Stelle abgestimmt sein. Auch ein ansprechendes Design ist wichtig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass individuelle Anpassung, eine klare Struktur, relevante Inhalte und ein passendes Design entscheidend sind, um sich von der Masse abzuheben und einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Lasse deine schriftlichen Unterlagen unbedingt auf Fehler kontrollieren und hole ehrliches Feedback von Vertrauenspersonen ein, die nach Möglichkeit Erfahrung damit haben. Abhängig von der Branche und dem Job kannst du vielleicht auch mit einem Bewerbungsvideo punkten.
Musterbewerbungen zur Inspiration findest du hier: Bewerbungsportal AMS
- Informiere dich über das Unternehmen: Bestenfalls weißt du über die Produkte, Dienstleistungen und die Unternehmenskultur Bescheid. Das zeigt, dass du gut vorbereitet bist, und hilft dir, gezielte Fragen zu stellen.
- Lies dir die konkrete Stellenbeschreibung noch einmal durch: Überlege, welche deiner Fähigkeiten und Ausbildungen am besten zu der Stelle passen. Bereite konkrete Beispiele dafür vor.
- Übe typische Fragen: Überlege dir, wie du antworten würdest, wenn man dich nach deinen Stärken und Schwächen, deinen Erfahrungen und deiner Motivation fragt. Übe die Antworten laut.
- Sei gepflegt und wähle angemessene Kleidung: Ein ordentliches Äußeres macht einen guten Eindruck.
- Stelle selbst Fragen: Bereite Fragen vor, z. B. zur Unternehmenskultur. Das zeigt Interesse und Eigeninitiative.
- Sei pünktlich und höflich: Plane genügend Zeit ein und komme etwas früher. Es ist sehr wichtig, höflich zu allen zu sein, die du triffst.
- Bleibe du selbst: Sei selbstsicher und vermeide Arroganz während des Vorstellungsgesprächs.
- Sei du selbst.
- Sei offen und lernbereit: Zeige Interesse für Neues und stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstehst. So kannst du wertvolle Erfahrungen sammeln.
- Zeige Engagement: Bringe dich aktiv ein und übernimm zusätzliche Verantwortung, wenn sich die Chance ergibt.
- Kommuniziere klar: Höre zu und lerne, wie du dich effektiv ausdrücken kannst, sei es in persönlichen Gesprächen, per E-Mail oder in Besprechungen. Egal ob mit Kolleg:innen oder Vorgesetzten.